Historie

Auf dem Weg von der kleinen Heidelberger Schreibgerätefabrik hin zum Marktführer und Markenhersteller von internationaler Bedeutung war die Geburt der Designmarke Lamy im Jahr 1966 sicherlich der wichtigste Meilenstein. Aber es gibt noch viele weitere, die es Wert sind, mit einer kleinen Zeitreise vorgestellt zu werden.

2018

Im Juni erhält Lamy eine neue Führungsspitze. Ein dreiköpfiges Team bestehend aus den langjährigen Mitarbeitern Beate Oblau, Thomas Trapp und Peter Utsch leitet nun die Geschäfte des Unternehmens.

2018

Das Jahr beginnt mit einer besonderen Premiere: Die erste Ausgabe von LAMY specs erscheint.
Mit dem Magazin zeigt sich die Marke von einer neuen Seite und gibt spannende Einblicke in den Lamy-Kosmos. Analoge und digitale Inhalte werden miteinander verwoben – dank einer Augmented-Reality-App, die das Lese-Erlebnis um faszinierende 3D-Animationen und Videoclips erweitert.
Ums Erleben dreht es sich auch im zweiten Concept Store in den USA, der im Mai 2018 in New York eröffnet. Im Trend-Viertel SoHo können Besucher die Design-Welt von Lamy entdecken.  
 

2016

Das Jubiläum „50 Jahre Lamy-Design“ markierte nicht nur einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, sondern auch den Aufbruch in eine neue Zeit. Unter dem Motto „not just a pen“ dokumentierte Lamy eindrucksvoll die Entwicklung zur globalen Lifestyle-Marke.
Neben zahlreichen Produktinnovationen hält das Jubiläumsjahr 2016 noch ein weiteres Highlight bereit: Lamy eröffnet seinen ersten deutschen Flagship-Store in Heidelberg. Mit dem repräsentativen Ladengeschäft hebt Lamy seinen internationalen Markenauftritt auf eine neue Stufe. Zugleich bekräftigt das Unternehmen die Verbundenheit zum Standort sowie sein Marken- und Qualitätsversprechen „Made in Germany“.
Nicht zuletzt nimmt Lamy das Jubiläum zum Anlass, um seine 50-jährige Designgeschichte in einer Ausstellung zu thematisieren: „thinking tools“ (MAK Frankfurt, Sept. 2016 – Feb. 2017) zeigt den Designprozess bei Lamy als ein komplexes Zusammenspiel zwischen Unternehmen, Designern und Produktentwicklern.

2014

Nicht nur als Marktführer in Deutschland, sondern ebenso als deutsche Designmarke, deren Produkte weltweit eine Sonderstellung einnehmen, baut das Unternehmen seine Vorreiterrolle im Schreibgerätemarkt weiter aus.

2013

Fast ein halbes Jahrhundert nach Markteinführung präsentiert Lamy seine Ikone LAMY 2000 als hochwertige Ganzmetall-Serie in Edelstahl. Den zeitlosen Entwurf in diesem Material umzusetzen, ist eine anspruchsvolle Herausforderung: Die Produktion erfordert eine Kombination anspruchsvoller maschineller wie manueller Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren. Ein komplexer Prozess, an dessen Ende ein Meisterwerk steht.
Im gleichen Jahr erhält Lamy den „Markenpreis der Deutschen Standards“ in der Kategorie „Füllfederhalter“ und wird von einer hochrangigen Jury in das Kompendium „Marken des Jahrhunderts – Leuchttürme auf dem Markenmeer“ aufgenommen.

2012

Kontraste erzeugen Spannung, und Spannung bedeutet Emotionen. Da liegt es buchstäblich auf der Hand, dass der neue LAMY scala aus der Feder von Sieger Design niemanden kalt lässt. Denn seine ungewöhnliche Anziehungskraft resultiert aus starken Kontrasten. Sein pures, funktionales Design und die präzise Verarbeitung überzeugen den Verstand. Sein hochwertiges Lack-Finish, hochglanzverchromte Details und das angenehme Gewicht schmeicheln den Sinnen.

2010

Der LAMY noto wird mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Als würdiger Nachfolger des LAMY spirit und LAMY pico, die diesen begehrten "Design-Oscar" bereits 1996 bzw. 2004 gewonnen haben. Dazu entwickelt sich auch der LAMY dialog 3 mehr und mehr zum Liebling der Designpreisjurys – zieren ihn doch nun auch der iF Product Design Award und der red dot Design Award.

2000

Kritzeln, skizzieren, entwerfen: Pünktlich zur Jahrtausendwende bekommen kreative Köpfe das richtige Schreibgerät, um ihre Ideen zu Papier zu bringen. Der neue LAMY scribble, gestaltet von Hannes Wettstein, ist ein Druckbleistift mit bauchiger Form, der durch seine ergonomische Ausgewogenheit perfekt in der Hand liegt. Für Wortkünstler gibt es ihn auch in einer Kugelschreiber-Variante. Schnell wird das Schreibgerät, das nicht zufällig an ein Stück Zeichenkohle erinnert, zum Favoriten der Creative Class – ob in Architekturbüros, Designstudios oder Werbeagenturen.

1996

30 Jahre Lamy-Design: Im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten wird die neue Lamy Galleria eingeweiht – eine lichtdurchflutete Glashalle, deren Wände großformatige Bilder säumen. Ein Ort der Kunst und Inspiration mitten im Herzen von Lamy. Gleich daneben erstreckt sich das neu errichtete Entwicklungszentrum – die Innovationswerkstatt.
Der futuristische Bau, in dem Lamy von nun an neue Produkte konzipiert, testet und fertigt, sticht besonders durch seine futuristische Erscheinung hervor: Ein schwarzer, mit Solarpanels bestückter Glaskubus, getragen von silbernen Stahlseilen und Pylonen, repräsentiert für alle sichtbar die Klarheit des Lamy-Designs. Zugleich spiegelt die Architektur das hohe Innovationsstreben und Umweltbewusstsein des Unternehmens: Die Photovoltaik-Module an der Fassade versorgen das Gebäude mit Sonnenenergie, während ein Wasserbassin durch das angesammelte Regenwasser den Wasserverbrauch senkt.

1989

Mit dem Start der eigenen Tintenproduktion bekräftigt Lamy sein Bestreben nach Unabhängigkeit und kann seine Fertigungstiefe erneut steigern.

1988

Das unverkennbare Lamy-Design endet nicht beim Produkt, sondern prägt ebenso Verpackung, Werbung, die Präsentation im Verkauf und sogar die Firmenarchitektur. Diese Konsequenz wird belohnt: Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften zeichnet Lamy mit dem neu geschaffenen „European Design Prize 1988“ aus.

1986

20 Jahre Lamy Design. Das Jubiläum wird unter anderem mit der Neugestaltung des Unternehmenseingangs nach den Vorgaben des Lamy Corporate Designs gefeiert. Im Juli stirbt C. Josef Lamy im Alter von 87 Jahren.

1985

Mit der Einweihung der neuen Spritzgießhallegelingt Lamy ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit: Werkzeugbau und Spritzgießfertigung, die Herstellung von Schreibfedern, Minen, Tintenpatronen – all das bewerkstelligt das Unternehmen nun im eigenen Haus und untermauert so sein Qualitätsversprechen „Made in Germany“.

1981

Die hohen technologischen Ansprüche von Lamy kann man im Unternehmen selbst auf Schritt und Tritt beobachten. Beispielsweise im neu gebauten Zentrallager, dessen Hochregale mit modernster Steuerungstechnik ausgerüstet werden.

1980

Als der LAMY safari 1980 auf der Frankfurter Messe vorgestellt wird, ahnt niemand dass er einmal zum meistverkauften Füllhalter weltweit werden würde.  Mit dem LAMY safari erobert sich Lamy erstmals die Zielgruppe der Zehn- bis Fünfzehnjährigen. Das Schreibgerät mit dem charakteristischen Clip ist das Ergebnis umfangreicher jugendpsychologischer Forschung sowie eines streng anwendungsorientierten Entwicklungsprozesses, der in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgruppe Mannheim unter der Leitung von Prof. Bernt Spiegel und mit der Mitwirkung des Designers Wolfgang Fabian umgesetzt wird. Sein ergonomisches Design und die robuste Verarbeitung sind perfekt auf die Bedürfnisse von Schülern ausgerichtet, finden jedoch schon bald auch unter Erwachsenen begeisterte Anhänger.

1976

Mit dem wachsenden Erfolg rückt auch das Thema Marketing in den Fokus: Der Kommunikationsauftritt von Lamy wird von Grund auf überarbeitet. Eine neue Anzeigenkampagne – eine der meistprämierten in Deutschland – setzt Lamy frisch in Szene und prägt das Gesicht der Marke bis bin die Neunziger Jahre hinein.

1973

Dr. Manfred Lamy wird alleiniger Geschäftsführer der C. Josef Lamy GmbH.

1972

Als Vertriebspartner für seine Schreibgeräte kommt für Lamy ausschließlich der Fachhandel in Frage. Formal überzeugende Abverkaufshilfen wie das neue Lamy Schreibcenter, kreative Abverkaufsaktionen und Produktdisplays und nicht zuletzt der Lamy Händlerbeirat kennzeichnen diese konsequente Haltung.

1966

Bei der Suche nach neuen Profilierungschancen für die Marke Lamy hat der junge Marketingleiter Dr. Manfred Lamy in der Bauhaus-Philosophie und im klaren, funktionalen Design von zeitgenössischen Unternehmen wie Braun und Olivetti den Lösungsweg gefunden, der seinen Vorstellungen und Vorlieben am meisten entspricht.
1966 kommt der LAMY 2000 auf den Markt. Der neue Füllhalter, der das Millennium im Namen trägt, ist in vielerlei Hinsicht revolutionär: Anders als die Schreibgeräte anderer Marken verzichtet der LAMY 2000 auf materiellen Überfluss ebenso wie auf gestalterische Spielereien. Ausgehend von dem Bauhaus-Gedanken „form follows function“ stellt er den praktischen Gebrauchswert in den Vordergrund – und legt so den Grundstein für die klare Formensprache, die bis heute die Basis für alle Schreibgeräte von Lamy ist.
Darüber hinaus setzt das Modell auch in puncto Verarbeitungstechnik neue Maßstäbe: Die in der Umsetzung höchst anspruchsvolle Werkstoffkombination aus mattgeschliffenem Edelstahl und Makrolon (Polycarbonat) stellt Mitte der 1960er Jahre ein absolutes Novum dar.

1964

Mit dem LAMY exact, dem ersten deutschen Kugelschreiber mit einer Großraummine und einer Spitze aus rostfreiem Stahl, gelingt es Lamy, sich im Markt der »gehobenen Kugelschreiber« zu etablieren. Verkaufserfolge im In- und Ausland machen das modern gestaltete Schreibgerät bald zu einem bedeutenden Umsatzträger.

1957

Die C. Josef Lamy GmbH zieht an ihren heutigen Standort im Heidelberger Stadtteil Wieblingen.

1952

Der in Stromlinienform gestaltete Füllhalter LAMY 27, der mit seiner innovativen »Tintomatik« für gleichmäßigen, sauberen Tintenfluss sorgt, kennzeichnet die Geburtsstunde der Schreibgeräte-Marke LAMY und bringt den Marktdurchbruch für das Unternehmen.

1939

Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs, werden jährlich bereits über 200 000 Füllhalter der Marken ORTHOS und ARTUS produziert.

1930

C. Josef Lamy, der bis dahin als Exportmanager und Niederlassungsleiter für einen amerikanischen Schreibgeräte-Hersteller gearbeitet hat, macht sich selbständig und gründet in Heidelberg die Orthos Füllfederhalter-Fabrik.

Vom LAMY 2000 angeregt, hat Lamy in der Folge eine eigene Designphilosophie entwickelt, die bis heute Bestand hat.