Ein neues Zuhause für Honigbienen

Ein fleißiges Bienenvolk hat seit März auf der Grünfläche hinter der Lamy-Galleria, ein Zuhause gefunden. Im Schatten zweier Bäume steht ein leuchtend gelber Bienenstock, der regelmäßig von einem fachkundigen regionalen Imker betreut wird. Mit diesem besonderen Projekt möchte Lamy einen kleinen Beitrag zum so wichtigen Schutz der gefährdeten Honigbienen leisten. Regelmäßig werden wir auf unserer Website über unsere Bienen berichten.

Schon gewusst?

  • Ein Volk von Honigbienen umfasst zur Hochsaison im Frühsommer bis zu 50.000 Bienen in einem Bienenstock. 
  • Für ein Kilo Honig muss ein Bienenvolk drei bis fünf Millionen Blüten anfliegen und legt dabei insgesamt ca. 100.000 Flugkilometer zurück. 
  • Die Honigbiene gilt hierzulande als drittwichtigstes Nutztier – nach Schwein und Rind. 
  • Bienen fliegen bevorzugt blaue und gelbe Blüten an. Die Farbe Rot können sie nicht erkennen. 
  • Zwei Teelöffel Honig produziert eine Arbeitsbiene in ihrem vier bis fünf Wochen langen Leben. 

Der Bienenstock

Für unsere Honigbienen haben wir eine Behausung, eine sogenannte Beute, von unserem Imker zur Verfügung gestellt bekommen. Unsere Beute besteht aus drei übereinander gestapelten Holzkisten (Zargen), in die mobile Holzrahmen als Grundlage für den Wabenbau eingelassen werden. Im Boden befindet sich das Flugloch, der Deckel ist abnehmbar. 

In die Holzrahmen bauen die Arbeiterinnen selbstständig von oben nach unten Waben aus körpereigenem Bienenwachs, indem sie kleine Wachsplättchen ausschwitzen. Für 100 Gramm Bienenwachs werden 125.000 Wachsplättchen benötigt. Daraus können etwa 8.000 Zellen für die Lagerung von Pollen und Honig sowie für die Aufzucht des Nachwuchses gebaut werden. 

Das Lamy-Bienenjahr

April, Mai, Juni: 
Wöchentliche Schwarmkontrollen

Mai/Juni: 
Schröpfen + Ablegerbildung

Mitte Mai + Anfang Juli: 
Honigernte und Schleudern

Juni-Dezember: 
Regelmäßige Kontrolle auf Varroamilben-Befall

 

Mitte Juli: 
Varroa-Behandlung Teil 1

Juli-September: 
Auffüttern mit Zuckerwasser

September: 
Varroa-Behandlung Teil 2

Dezember: 
Varroa-Behandlung Teil 3

April: Die erste Kontrolle

Unser Volk hat sich seit Lieferung im März auf 20.000 Bienchen verdoppelt. 

Kontrolle der Bienenwaben durch den Imker.

Mai: Schröpfen + Ablegerbildung

Es wird voll im Bienenstock, das Volk will schmärmen und neue Prinzessinnen (Weiselzellen) gesichtet.

Der Imker muss handeln: Dem Bienenvolk werden zwei Waben mit Bienen entnommen und die Weiselzellen müssen leider entfernt werden.

20. Mai: Welt-Bienentag

Pünktlich zum Welt-Bienentag die erste Honigernte.

Der Imker Jörg Staffel entnimmt die ersten vollen Bienenwaben.

Juni

Der Sommerhonig schmeckt prima, die nächste Ernte erwarten wir Ende Juli.

Bienen sind Chefsache! Offizielle Bienenvisite mit der Geschäftsführung. 

Juli: Die zweite Honigernte – der Sommerhonig wird geerntet.

Der Imker entnimmt die Waben mit dem Honig.

Die Bienen werden schnell aber sanft von den Waben gefegt und für den Transport vorbereitet. Als Nahrungsersatz wird die Futterwabe mit Zuckerwasser gefüllt. 

Die Königin

Jedes Volk hat immer nur eine Königin. Sie lebt bis zu 5 Jahren, in dieser Zeit sorgt sie als einzige für die Nachkommen und steuert ihre Mitbewohner im Bienenstock, weiterhin ist sie für die "Harmonie" im Volk verantwortlich. Königinnen entwickeln sich zunächst wie die Arbeiterinnen, allerdings werden sie im Unterschied zu den anderen Bienenlarven mit einem von den Ammenbienen erzeugten Futtersaft, dem nahrhaften Gelée Royale, ernährt. 

„Eine Königin legt bis zu 2.500 Eier am Tag!“ 

Königinnen sind größer als Arbeiterinnen, in unserem Fall erkennt man sie aber ganz leicht - sie wurde mit einem grünen Punkt auf dem Rücken markiert. 

Die Arbeiterbienen

Die unfruchtbaren Arbeiterinnen machen den Großteil des Bienenvolkes aus. Sie haben viele Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, von der Brutpflege bis hin zum Nektarsammeln. Die Arbeiterbienen besitzen einen Giftstachel, den sie nur zur Verteidigung des Volkes einsetzen – sie sind nicht aggressiv.

Die Aufgaben der Arbeiterbienen wechseln mit dem Alter:
 

1-2 Tage alt – "Jungbiene" 
Zellen putzen

3-8 Tage alt – "Ammenbiene" 
Füttern der Larven

9-12 Tage alt 
erste Orientierungsflüge vor dem Flugloch

13-18 Tage alt – "Baubiene"
'Ausschwitzen' der Wachsplättchen und Wabenbau

15-18 Tage alt
Übernahme des Nektars, Verarbeitung zu Honig

19-21 Tage alt – "Wächterbiene"  
Fluglochwache und Abwehr von Wespen, räubernden Bienen, Menschen und sonstigen Eindringlingen

ab 22 Tagen – "Flugbiene"
Sammelflüge (Nektar, Pollen, Kittharz, Wasser) und Gelegenheitsarbeiten (Bauen, Wärmezittern, Kühle fächeln)

Die Drohnen

Als Drohn oder Drohne wird das männliche Tier bei Honigbienen bezeichnet. Männliche Bienen haben einen sehr schweren Stand im Bienenstaat. Nach ihrer Aufzucht besteht ihre einzige Lebensaufgabe darin, eine Königin zu befruchten. Haben sie diese Aufgabe erledigt, endet ihr Leben auf tragische Weise.

Bienenprodukte

Honig – Was ist drin?

Honig, das ist die süße Leckerei die Imker von ihren Bienen ernten. Doch was genau ist im Honig enthalten? Die Antwort hierauf ist vielschichtig, denn neben Zucker und Wasser sind auch Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme und Vitamine enthalten.

Unter den genannten Stoffen macht der Zucker mit ca. 80% den Hauptanteil aus. Enthalten sind bis zu 20 verschiedene Zuckerarten, vor allem aber die Einfachzucker Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Der zweite Hauptbestandteil des Honigs ist Wasser mit einem Anteil von meist 15-20%.

Neben diesen Hauptbestandteilen sind weitere Stoffe enthalten, welche den Honig so wertvoll für unsere Ernährung machen. Dies sind Vitamine vor allem Vitamin C, B2 und B6, Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Calcium und Spurenelemente wie Eisen und Zink.

… mehr über die Lamy-Bienen in den nächsten Wochen.

Südwest Mietbienen

Jörg Staffel
suedwest-mietbienen.de