Grundschule

Ausflug in den Tierpark

20.06.2010, abends | Kategorien: Und sonst

Wir hatten mit dem Wetter großes Glück, als wir letzte Woche Mittwoch unseren Ausflug starteten. Es ging in einen Tierpark in unmittelbarer Nähe unserer Schule. Drei Mütter meiner Klasse begleiteten uns, so dass wir meine Kinder in vier kleine Gruppen einteilen konnten. Leider war uns die versprochene Führung mit Programm kurzfristig abgesagt worden, so dass wir uns selbst durch den Park „führen“ mussten. Das war aber nicht tragisch, denn sowohl die Mütter als auch ich kannten ihn bereits.

Als Abschluss des gemeinsamen Projektes mit dem Kindergarten lag unser Hauptaugenmerk auf den Wildkatzen und den Wildpferden, die es in diesem Park gab. Aber natürlich wollten wir alles andere auch anschauen.

Wir bewegten uns mit unseren Kleingruppen zwar getrennt, trafen uns aber immer wieder und schauten und besprachen manches gemeinsam. Ich erlebte meine Kinder an diesem Tag auch von anderen Seiten. Ein Junge zeigte mir, was in der Schule gar nicht so auffiel, dass er eine Menge über Tiere wusste. Bei J. fiel mir seine große Vertrautheit im Umgang mit Tieren auf. Er ging furchtlos auf die Ziegen im Streichelzoo zu, selbst eine Sikahirschkuh, die es sich – aus welchem Grund auch immer – vor einem Zaun bequem gemacht hatte, wurde „Opfer“ seiner Streichelkunst. Sie blieb dabei auch noch ganz ruhig liegen. Mein R., der im Unterricht immer wieder negativ auffiel, zeigte sich an diesem Morgen interessiert und redefreudig.

Ich denke, im nächsten Schuljahr werden wir öfter „ausfliegen“. Es lohnt sich nicht nur für die Kinder sondern auch für mich: Ich lerne die Kinder intensiver kennen und wir wachsen mehr und mehr zusammen.

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Geschicktes Rechnen

20.06.2010, abends | Kategorien: Und sonst

Mit unserem Mathelehrwerk sind die meisten Kinder schon fertig, bis auf wenige Nachzügler, so dass ich in den Rechenstunden Zeit habe für Knobelaufgaben, für Überprüfungen, für wiederholende Übungen, für die Festigung von Rechenstrategien, für weiterführende Übungen im Zahlenraum bis 100 und weiteres mehr.

Am Freitag legte ich also für die „fertigen“ Kinder einige Knobelaufgaben aus. Darunter auch welche, bei denen man über die 20 hinaus rechnen musste. Zwei Mädchen hatten sich eine solche Aufgabe geschnappt und begannen sich damit zu beschäftigen. Zufällig stand ich dahinter und konnte mithören. „Da muss man immer 9 dazutun.“ „7 + 9 = 16.“ „Ich glaube, die kann man auch herumdrehen, dann geht es leichter.“ „Ja, aber wie rechne ich 15 + 9?“ „Herumdrehen?“ „Nein!“ Ich legte beiläufig die grünen Plättchen und die Zehnerhäuser auf ihren Platz. „Legt euch diese Aufgabe!“ forderte ich sie auf. Das war schnell passiert. Jetzt schob ich zu der Aufgabe ein Zehnerhaus dazu. „Du hast 10 dazugetan, aber wir sollen doch nur 9 dazutun!“ „Ah!“ meinte die andere. „Da muss ich wieder eins wegtun, dann stimmt es!“ Und sie schob bei den grünen Plättchen eines weg. „Jetzt stimmt´s!“ „Und jetzt schaut euch die anderen Aufgaben an!“ forderte ich sie auf. „Geht doch jetzt ganz einfach. Erst tu ich einen ganzen Zehner dazu und dann wieder eins weg.“ Den Rest der Aufgaben hatten die beiden flott gelöst und waren anschließend ganz stolz, dass sie schon bis 100 rechnen konnten. Und ganz nebenbei hatten sie auch eine wichtige Rechenstrategie gelernt.

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