Förderunterricht mit Eltern
Schon einige Male hatte ich im Förderunterricht die Eltern dazu gebeten. Von den vier Eingeladenen kamen diesmal drei Mütter. Das war sehr erfreulich. Die verhinderten Eltern wollte ich anders auffangen.
Es waren diesmal keine Kinder, die ständig der Förderung bedurften. Bei den vier Mädchen hatte ich aber bemerkt, dass sie bei dem derzeitigen Thema in Mathe vermehrt Unterstützung und Übungsangebote benötigten. Mit der Hilfe der Eltern im Rücken und zusätzlichen Differenzierungsangeboten wollte ich diese vier wieder heranholen. Außerdem ist es immer gut, wenn die Eltern über die Methoden (in diesem Fall in Mathe) und über das Fortschreiten ihrer Kinder Bescheid wussten.
Ich informierte erst einmal die drei Mütter über das derzeitige Mathethema und die Probleme, die bei ihren Kindern aufgetaucht waren. Das war bei jedem Mädchen etwas unterschiedlich. Während S. die Mengen ab 5 noch nicht sicher abgespeichert hatte und dann auch nicht zerlegen konnte, war bei F. das Verständnis, was Plus- und Minuszeichen bedeutete, noch nicht gesichert. Die anderen beiden kamen mit dem Gleichzeichen noch nicht klar: Muss ich da jetzt was wegnehmen oder dazutun, damit auf beiden Seiten gleich viele sind?
Wir übten mit den Eltern zusammen mit Material, das ich ihnen anschließend mit nach Hause gab. Mit der Zeit ging es immer besser. Die Kinder freuten sich, dass sie ihrer Mutter etwas zeigen konnten, die Mütter freuten sich, dass ihre Kinder dazulernten und sie sie jetzt unterstützen konnten.
Wie bei den vorausgegangenen Förderstunden mit Eltern, die sich sehr positiv auf das Lernverhalten der Kinder ausgewirkt hatten, bin ich zuversichtlich, dass diese vier Mädchen den Anschluss nicht verlieren werden und wir den kleinen Hänger auffangen können.
Clownsgesichter
Da jetzt bald die Fastnachtszeit ansteht, sollte unser nächstes Kunstthema etwas mit Fastnacht zu tun haben. Mit den Kindern zusammen sammelte ich Vorschläge. Ein Clownsgesicht machte das Rennen.
An der Tafel besprachen wir das Gesicht ganz genau: Die rote Knubbelnase und wo sie im Gesicht lag (dazu maßen wir mit der Hand den Abstand zum Kinn und zum Haaransatz – ist etwa gleich), den roten Mund mit der weißen Umrandung, die Augen, die auch eine weiße Umrandung haben oder auch anders gestaltet werden können, die Ohren, der Hals, die Farbgebung des Gesichtes. Soweit wollten wir in dieser Stunde kommen. Den Rest nahmen wir uns für die nächste Woche vor.
Die Kinder begannen mit Eifer zu malen. Da wir dazu unsere Pastell-Öl-Kreiden benutzen wollten, mussten wir mit den Gesichtsteilen beginnen, um dann danach die Gesichtsfarbe außen herum zu setzen. Da ich am Anfang auch die Größe des Kopfes auf dem Zeichenblock besprochen hatte, fiel es den meisten nicht schwer, den Kopfumriss passend auf das Blatt zu setzen. Bei den Kindern, die den Kopf zu klein zeichneten, riet ich, ihr Oval nach außen hin zu vergrößern (man sehe das ja sowieso nicht mehr, wenn das Gesicht am Schluss ganz angemalt wurde). Mit der großen roten Nase, dem roten Mund und den Augen nahm das Ganze schon langsam Gestalt an. Insbesondere die abstehenden, spitzen, knubbeligen, riesigen, winzigen Ohren fand ich lustig.
Am Ende der Stunde waren noch nicht alle soweit fertig, aber das macht ja nichts, wir führen unsere Kunstwerke nächste Woche bestimmt weiter.

