Das bloggende Klassenzimmer

Würfelhäuser

11.01.2010, abends


Drei Kinder meiner Klasse haben in Mathematik bereits große Probleme. Die Zahlenfolge ist nicht klar, das Verständnis für größer/kleiner ist nicht oder nur wenig vorhanden, sie zählen sich vorwärts, verzählen sich oft, rückwärts geht es schon gar nicht.

In einer extra ausgewiesenen Förderstunde habe ich deshalb meine drei und vier Kinder der Parallelklasse zu einer Gruppe zusammengefasst und versuche nun, den Problemen auf den Grund zu gehen und ihnen weiterzuhelfen.

Unter den etlichen Literaturangeboten zum Thema Rechenprobleme fiel mir vor den Ferien eines besonders auf. Die Autorin arbeitet mit „Würfelhäusern“. Sie möchte durch Übungen mit dieser bestimmten Darstellung der Mengen den Kindern das „Zahlbild“ im Kopf verankern und somit vom zählenden Rechnen fortkommen. Mir schien das sehr einleuchtend. Ich bastelte Material und nahm mir vor mit den Kindern so zu arbeiten.

Kennen Sie die Arbeit mit den Würfelhäusern? Haben Sie schon Erfahrung damit gesammelt? An einem Austausch wäre mir sehr gelegen.

3 Kommentare

Ich bin Mama einer achtjährigen Tochter, sie geht in die 2.te Klasse. In der 1.Klasse haben wir(Lehrerin und ich) eine Rechenschwäche bei Ihr festgestellt. Unsere Grundschule hat sich mit dem Thema Würfelhaus beschäftigt und diese Methode mir und meiner Tochter angeboten. Ich bin begeistert und meine Tochter aúch. Sie kann jetzt im Zahlenraum 100 sicher und selbständig rechnen. Meine Tochter macht jetzt gern Mathe. In unserer Grundschule wird jetzt mit dem Würfelhaus gearbeitet. Es schreibt ein Würfelhaus-Fan.
Petra Vogel | 15.4.2011 | 11:09

Christines Website ist jetzt unter http://würfelhauskonzept.de/ online.
Andi | 27.4.2010 | 10:14

Hallo! Schön zu hören, dass Sie für Ihre rechenschwachen - und von Rechenschwäche bedrohten Kinder - neue Wege aus der Sackgasses des Zählens suchen. Durch Zufall bin ich auf diese Seite gestoßen und biete Ihnen hiermit einen Austausch meiner Erfahrungen bezüglich des Würfelhaus - Konzeptes an. Ich selbst habe es entwickelt und immer an und mit Kindern evaluiert. Mittlerweile ist es ein ernstzunehmendes Programm zur Vermeidung von Rechenschwächen und zur Förderung von Rechenstörungen. Es liegen mehrere Filmedokumentationen vor, in denen die schnellen Erfolge der betroffenen Kinder sichtbar sind. Mein Anliegen ist es, viele Multiplikatoren zu finden, denen das Wohl des einzelnen Kindes genauso am Herz liegt wie mir. Einige Schulen in verschiedenen Bundesländern arbeiten schon gerne und erfolgreich mit meinem Konzept (siehe Homepage der Grundschule Bad Salzig => Bilder). Wenn Sie Kontakte und Austausch mit Lehrern suchen, welche so arbeiten, kann ich Ihnen diese gerne vermitteln. Des weiteren biete ich Ihnen einen Besuch an unserer Schule an, bei uns ist die Prävention von Rechenschwächen und die damit verbundene Differenzierung Qualitätsprogramm. Anfänglich geschah die Einbindung des Anschauungsmaterials Würfelhaus eher in der Frontalsituation. Seit etwa einem Jahr ist das Lernen mit dem Würfelhaus eingebunden in ein Konzept zum individuellen Lernen. Diese Arbeit ist sehr zufriedenstellend für Lehrer und Schüler. Sie basiert auf bestimmten Übungen welche auf unterschiedlichen Lernebenen angeboten werden. Diese sind: Handlungsebene (stark angeleitet!), Bildebene (strukturierte Mengenbilder), Verinnerlichungsebene (Abspeichern und Rekonstruieren der Mengenbilder; Konstruieren am inneren Mengenbild), Abstraktionsebene (Strategien und Ableitungen an Zahlen)und Übertragungsebene. Über einen Lernplan werden die Übungen für das einzelne Kind bestimmt. Nach Beendigung eine Themas zeigt eine Lernstandskontrolle an, wo die Lernzuwächse des Kindes liegen und was eventuell noch geübt werden muss. Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass Unter - und Überforderungssituationen ausbleiben. Auch brauchen wir -außer ein paar Leervorlagen - keine Blattkopien mehr. Unsere Präventionsarbeit ist sichtbar erfolgreich, denn wir bei uns gibt es keine Zählkinder . Nun jedoch zu Ihren eigentlichen Fragen. Ihre Problemkinder verwenden Zählstrategien beim Rechnen, was in der Literatur als Hauptsymptom für Rechenschwäche gilt. Die Entwicklung einer Rechenschwäche hängt nach meiner Erfahrung direkt mit einem fehlenden Mengenverständnis schon im ersten Zahlenraum bis 10 und mit einer damit verbundenen Verfestigung des Zählens zusammen. Nun bräuchten Ihre Schüler ganz konkrete Übungen zur Ausbildung und Schulung eines fundierten Mengenverständnisses, sowie eine Mengendarstellung welche das zählende Rechnen nicht auch noch herausfordert. Hunderterfeld und Zahlenstrahl sind da auf jeden Fall kontraproduktiv. Mit den Übungen und Materialien aus dem Würfelhaus - Konzept ist es möglich, in relativ kurzer Zeit ein sicheres Mengenverständnis aufzubauen. Wie das gelingt, kann ich an dieser Stelle leider nicht ausführlicher beschreiben. Wenn Sie die Arbeit interessiert, dürfen sie mich gerne kontaktieren unter wuerfelhaus@email.de. Ab Ende März - so hoffe ich - wird meine Website fertig sein, dann erhalten Sie vielfältige Infos zu den Themen Rechenschwächeprävention, Förderung und individuelles Lernen unter www.rechnen-wuerfelhaus.de Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme! Liebe Grüße Christine Strauß - Ehret
Christine Strauß - Ehret, strauss-ehret@email.de | 25.2.2010 | 21:06

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