Auf Lamys Weg von der kleinen Heidelberger Schreibgerätefabrik hin zum Marktführer und Markenhersteller von internationaler Bedeutung war die Geburt der Designmarke Lamy im Jahr 1966 sicherlich der wichtigste Meilenstein. Aber es gibt noch viele weitere, die es Wert sind, mit einer kleinen Zeitreise vorgestellt zu werden.
1930
C. Josef Lamy, der bis dahin als Exportmanager und Niederlassungsleiter für einen amerikanischen Schreibgeräte-Hersteller gearbeitet hat, macht sich selbständig und gründet in Heidelberg die Orthos Füllfederhalter-Fabrik.
1939
Bei Beginn des Zweiten Weltkriegs, während dessen auch das junge Heidelberger Unternehmen Rüstungsaufgaben übernehmen muss, werden jährlich bereits über 200 000 Füllhalter der Marken ORTHOS und ARTUS produziert.
1948
Als Zeichen für eine neue Zeit wird drei Jahre nach Kriegsende die Orthos Füllfederhalter-Fabrik in die C. Josef Lamy GmbH umgewandelt.
1952
Der in Stromlinienform gestaltete Füllhalter LAMY 27, der mit seiner innovativen »Tintomatik« für gleichmäßigen, sauberen Tintenfluss sorgt, kennzeichnet die Geburtsstunde der Schreibgeräte-Marke LAMY und bringt den Marktdurchbruch für das Unternehmen.
1962
Nach seinem Volkswirtschaftsstudium tritt Dr. Manfred Lamy mit 26 Jahren als Marketingleiter in das Unternehmen seines Vaters ein.
1964
Mit dem LAMYexact, dem ersten deutschen Kugelschreiber mit einer Großraummine und einer Spitze aus rostfreiem Stahl, gelingt es Lamy, sich im Markt der »gehobenen Kugelschreiber « zu etablieren. Verkaufserfolge im In- und Ausland machen das modern gestaltete Schreibgerät bald zu einem bedeutenden Umsatzträger.
1966
Bei der Suche nach neuen Profilierungschancen für die Marke Lamy hat der junge Marketingleiter Dr. Manfred Lamy in der Bauhaus-Philosophie und im klaren, funktionalen Design von zeitgenössischen Unternehmen wie Braun und Olivetti den Lösungsweg gefunden, der seinen Vorstellungen und Vorlieben am meisten entspricht.
Und mit Gerd A. Müller, einem ehemaligen Braun-Designer und Mitvater des berühmten Braun-Rasierers Sixtant SM 31, ist ihm zudem der kongeniale Gestaltungspartner für seine unternehmerischen Ideen begegnet.
Im Herbst des Jahres kommt nun das erste Produkt dieser für lange Zeit erfolgreichen Zusammenarbeit auf den Markt:
Ein Füllhalter mit dem programmatischen Namen LAMY 2000, der sich rigoros den überladenen Formen des Zeitgeschmacks widersetzt.
Mit seiner sachlichen, allein vom Gebrauchsnutzen bestimmten Form, seiner mutigen Kombination von Werkstoffen wie Edelstahl und Makrolon und seinen neuartigen technischen Details wie etwa einem abgefederten Clip definiert dieses revolutionäre Schreibgerät nicht allein neue Maßstäbe für die Branche.
Für Lamy selbst markiert es auch den Beginn einer neuen Ära – der des unverwechselbaren Lamy Designs.
1968
Lamy Marketing und Lamy Produktentwicklung orientieren sich an Zielgruppen und deren unterschiedlichen Bedürfnissen beim Schreiben. Eine bewusst farbenfrohe Folge: Mit dem LAMYstudio, für den wieder Gerd A. Müller verantwortlich zeichnet, bekommen junge Leute zwischen 14 und 24 erstmals eine echte Alternative zum »erwachsenen« Füllhalter.
1972
Als Vertriebspartner für seine Schreibgeräte kommt für Lamy ausschließlich der Fachhandel in Frage. Formal überzeugende Abverkaufshilfen wie das neue Lamy Schreibcenter, kreative Abverkaufsaktionen und Produktdisplays und nicht zuletzt der Lamy Händlerbeirat kennzeichnen diese konsequente Haltung.
1973
Dr. Manfred Lamy wird alleiniger Geschäftsführer der C. Josef Lamy GmbH.
1974
Das Jahr, das Deutschland den Gewinn der Fußballweltmeisterschaft beschert, ist auch für Lamy überaus erfolgreich:
Entwickelt nach den Vorgaben der soeben formulierten Lamy Gestaltungsrichtlinien startet mit dem LAMYcp1 von Gerd A. Müller ein Schreibgeräte-Programm, das das Thema »funktionales Design« auf neue Art interpretiert und damit für neue Zielgruppen interessant macht.
Die extrem schlanken, zylindrischen GanzmetallSchreibgeräte machen nämlich nicht nur immer mehr nationale und internationale Designpreisgremien auf Lamy aufmerksam. Man sieht sie erfreulicherweise auch immer öfter in den Händen designbewusster Frauen.
Sicher mit ein Grund dafür ist, dass der LAMYcp1 Kugelschreiber schnell zum meistverkauften Gerät seiner Klasse in Deutschland wird.
1976
Parallel zum wachsenden Markterfolg wird der Kommunikationsauftritt der Marke LAMY von Grund auf überarbeitet:
Konzipiert und gestaltet von der Stuttgarter Werbeagentur Leonhardt & Kern erscheinen die ersten Motive einer neuen Lamy Anzeigenkampagne, die am Anfang ausschließlich im SPIEGEL erscheint und sich bis weit in Neunzigerjahre hinein zu einer der am längsten laufenden, meistprämierten deutschen Werbekampagnen entwickelt.
1980
Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer weht durch die Hallen der Frankfurter Messe als Lamy zum Start in die Achtzigerjahre den neuen LAMYsafari präsentiert.
Der avantgardistisch gestaltete, robuste Füllhalter aus olivgrünem ABS-Kunststoff ist das Ergebnis umfangreicher jugendpsychologischer Forschung sowie der engen Zusammenarbeit mit dem Designer Wolfgang Fabian und der Entwicklungsgruppe Mannheim unter der Leitung von Professor Bernt Spiegel.
Die von Lamy hier zum ersten Mal angesprochene Zielgruppe der Jungen und Mädchen im schulpflichtigen Alter von 10 bis 15 Jahren ist vom ungewöhnlichen, lässigen Look »ihres« LAMYsafari so begeistert, dass sie ihn bald zum Klassenbesten macht.
1981
Die hohen technologischen Ansprüche von Lamy kann man im Unternehmen selbst auf Schritt und Tritt beobachten. Beispielsweise im neu gebauten Zentrallager, dessen Hochregale mit modernster Steuerungstechnik ausgerüstet werden.
1982
Mit dem Slogan »Weiß is nice« kommt der von Wolfgang Fabian gestaltete LAMYwhite pen in den Fachhandel. Als weltweit erstes (und vermutlich meistkopiertes) modernes Schreibgerät in Weiß eröffnet er die lange Reihe der »Lamy Promotion Produkte«, die anspruchsvolle Unternehmen nun immer öfter bei Verkaufsförderungsaktionen, bei der Pflege von Kundenkontakten und bei der Motivation von Mitarbeitern einsetzen.
1983
Nur ein Jahr später beweist Wolfgang Fabian erneut seine besondere Begabung, die anspruchsvolle Designauffassung von Lamy auch in breiten Verbraucherschichten populär zu machen:
Mit dem LAMY logo entwirft er ein komplettes Schreibgeräteprogramm mit neuartiger Clip-Drücker-Einheit, das einmal zu den beliebtesten »Longsellern« von Lamy zählen wird.
1984
Der Designer Gerd A. Müller ist auf dem Zenith seiner Kreativität und zeichnet für gleich zwei spektakuläre Lamy Produktneuheiten verantwortlich:
Da ist der LAMYunic, der sich mit seinem puristisch zylindrischen Korpus und seiner kühlen, technischen Ästhetik unübersehbar von der gerade grassierenden Nostalgiewelle bei Schreibgeräten absetzt. Er wird schnell zum bevorzugten Schreibgerät von Zeitgenossen, die in ihrer Beziehung zur modernen Technik keine Berührungsangst kennen und sich für so innovative Produktdetails wie beispielsweise eine ausfahrbare Teleskopspitze sogar begeistern können.
Und dazu gesellt sich dann noch der LAMY twin pen, der in seinem schlanken Metallgehäuse eine Riesenüberraschung bereithält: Bei Bedarf lässt sich dieser patente Kugelschreiber nämlich mit einem Dreh in einen Druckbleistift verwandeln! Als erstes modernes Schreibgerät zum Notieren und Skizzieren eröffnet der LAMY twin pen die Reihe der Mehrsystem-Schreibgeräte, die bald zu einer Lamy Spezialität werden.
1985
Lamy feiert die Einweihung seiner neuen Spritzgießhalle und überrascht selbst Brancheninsider mit einer ungewöhnlichen Fertigungstiefe: Werkzeugbau und Spritzgießfertigung sowie die Herstellung von Schreibgeräte-Clips, Schreibfedern, Minen und Tintenpatronen – das alles wird im eigenen Haus bewerkstelligt.
1986
20 Jahre Lamy Design. Das Jubiläum wird unter anderem mit der Neugestaltung des Unternehmenseingangs nach den Vorgaben des Lamy Corporate Designs gefeiert. Im Juli stirbt C. Josef Lamy im Alter von 87 Jahren.
1987
Kleine ABC-Schützen haben in diesem Jahr besonders viel Grund, sich auf den ersten Schultag zu freuen. Liegt doch in nicht wenigen Schultüten zum ersten Mal ein Schreiblernfüller, wie es ihn bis dahin nicht gab. Er heißt LAMYabc, ist aus Holz und spielzeugrotem Kunststoff und bedeutet den Start zu einem kompletten Schreiblernsystem.
Zusammen mit erfahrenen Pädagogen und den Designern der Entwicklungsgruppe Mannheim/Prof. Bernt Spiegel hat Lamy damit das erste wirklich kindgerecht gestaltete Schreibgerät für Schreibanfänger entwickelt. Und einen neuen Markt geschaffen, den das Unternehmen im Wortsinn als Primus beherrscht.
1988
Das mittelständische Familienunternehmen Lamy gewinnt auch international immer mehr Ansehen:
Wegen seines umfassenden Design-Engagements – vom Produkt, von der Verpackung und Werbung bis hin zur Firmenarchitektur und zum Design-Management – wird Lamy von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften mit dem neu geschaffenen »European Design Prize 1988« ausgezeichnet.
Den auch daraus resultierenden, stetig wachsenden Nachfragen ausländischer Handelpartner begegnet Lamy mit einem neuen Vertriebskonzept. So werden jetzt beispielsweise die europäischen Märkte nicht mehr indirekt über freie Vertretungen, sondern – wie im Inland – direkt von Heidelberg aus mit eigenen, fest angestellten Außendienstmitarbeitern bedient.
1989
Mit dem Start der eigenen Tintenproduktion unterstreicht Lamy erneut seine Fertigungstiefe und seine Unabhängigkeit.
1990
Im Grenzhöferweg in Heidelberg-Wieblingen wird nicht nur die Wiedervereinigung Deutschlands, sondern auch das 60-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert. Wobei die geladenen Festgäste zum ersten Mal den bepflanzten Dachgarten auf den Werkshallen von Lamy bewundern können.
Ökologische Orientierung und Umweltbewusstsein werden darüber hinaus auch in anderen Unternehmensbereichen und Marketingmaßnahmen sichtbar. So geht Lamy beispielsweise mit umweltfreundlichen Materialien ganz neue, viel beachtete Wege bei seinen Produktverpackungen und bei der Gestaltung seines neuen Messestandes, den der Designer Dieter Thiel entwirft.
Vervollständigt wird der ereignisreiche Start in die Neunzigerjahre durch zwei neue, besonders markante Produktpersönlichkeiten – den LAMY swift und den von Mario Bellini gestalteten Füllhalter LAMY persona.
Der von Wolfgang Fabian gestaltete LAMYswift ist ein elegantes Beispiel für die Lamy Philosophie, dass jedes neue Produkt sowohl Antwort auf ein Kundenbedürfnis als auch Folge einer innovativen Schreibtechnologie sein sollte: Er schreibt flüssig und präzise mit Kugel und Tinte, kommt dabei aber durch ein raffiniertes Zusammenspiel von Drücker und versenkbarem Clip – übrigens ein Lamy Weltpatent – ganz ohne Schutzkappe aus!
Zusammen mit Mario Bellini, einem der bedeutendsten italienischen Formgestalter, hat Lamy zudem den LAMY persona entwickelt, der das wieder erwachte Interesse an hochpreisigen Füllhaltern auf neue, Lamy typische Weise befriedigt. Als »Füllhalter, der statt Vergangenheit Zukunft hat« wird der LAMYpersona zum Ausdrucksmittel von Individualisten, die modernes Design und Schreibgerätetechnologie vom Feinsten allen nostalgisierenden Formzitaten vorziehen.
1994
In diesem Geschäftsjahr, in dem der Unternehmensumsatz zum ersten Mal die Grenze von 100 Millionen D-Mark überschreitet, erbringt Lamy den Beweis, dass ein ökonomischer Umgang mit Werkstoffen nicht nur Zahlenmenschen, sondern auch die Freunde funktionalen Designs erfreuen kann:
Der neue LAMYspirit aus der Designwerkstatt von Wolfgang Fabian ist nämlich ein nur 6,1 mm schlanker Kugelschreiber oder Druckbleistift, der aus einer einzigen kleinen Edelstahlplatine in wenigen automatisierten Arbeitsschritten geformt wird.
1996
Mit einer landesweiten Plakat- und Anzeigenkampagne in Belgien startet Lamy eine auf mehrere Jahre ausgelegte Kommunikationsoffensive, die die Etablierung der Marke in besonders interessanten europäischen Märkten vorantreiben soll.
In Heidelberg feiert Lamy in der Zwischenzeit »30 Jahre Lamy Design« in der neuen, lichtdurchfluteten Lamy Galleria, einem großzügigen Glasbau, der das ebenfalls neu errichtete, futuristische Entwicklungszentrum mit der Spritzgießerei verbindet. Die zahlreichen Gäste werden dabei mit einem Jubiläumsmodell des LAMY 2000, einem Kugelschreiber aus edlem Grenadill-Holz, überrascht.
1998
Vier Schreibsysteme, drei Oberflächenvarianten und verschiedene schöne Griffstücke, unter denen man sich entweder seinen Favoriten aussucht oder die man ganz nach Lust und Laune untereinander auswechseln kann:
Mit dem neuen LAMYaccent, der unter der Federführung von Andreas Haug bei Phoenix Product Design entwickelt worden ist, bringt Lamy das erste individualisierbare Schreibgerät der Welt auf den Markt.
Was beispielsweise auch dem berühmten Chicago Athenaeum so viel Freude macht, dass es Lamys Designpreis-Sammlung um den begehrten »Good Design Award« bereichert.
1999
Wer Schreiben als wichtigen Bestandteil unserer Kultur begreift, wird bei Lamy auch als Leser fündig: Die Lamy Buch-Edition, 1993 mit »Füllhalter für Kenner« ins Leben gerufen, bietet jetzt mit Hans Hegers »Die Lust am Schreiben« einen neuen,bibliophilen Leckerbissen.
2001
Weil gute Ideen nicht nur am Schreibtisch geboren werden, haben zum Beginn des dritten Jahrtausends viele Freunde der Marke Lamy einen neuen,kleinen Pocket Pen als ständigen Begleiter dabei: den LAMYpico.
Der unkonventionelle Kugelschreiber, den der Schweizer Designer Franco Clivio gestaltet hat, lässt sich durch eine raffinierte Hubmechanik mit leichtem Druck vom nur 9 cm großen Handschmeichler in ein ausgewachsenes Schreibgerät verwandeln.
Die Verleihung der höchsten nationalen Designauszeichnung, des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland, ist Lohn für so viel Flexiblität.
2003
Ein ehrgeiziges Konzept – eine exklusive Serie nicht alltäglicher Schreibgeräte, die von den großen Designern unserer Zeit entworfen werden, nimmt zum ersten Mal Gestalt an:
Richard Sapper, Deutschlands Designerlegende mit Wohnsitz in Italien, macht den Anfang mit dem LAMYdialog 1. Mit seinem futuristischen, dreieckigen Korpus mit abgeschrägten Enden sorgt dieser solitäre Kugelschreiber schnell für Gesprächsstoff. Und Designauszeichnungen wie den »Good Design Award«.
2004
Eine aufwändige Markenkernanalyse durch die Heidelberger Sinus Sociovision bestätigt die Kraft der Lamy Markenkerne Qualität, Innovation und Design. Aber sie führt auch zu einer Neupositionierung von Lamy als Marke mit hoher persönlicher Ausweisfunktion. Eine Folge daraus ist »My LAMY« – ein neuer Anzeigenauftritt, der nun von der Hamburger Werbeagentur Springer & Jacoby gestaltet wird.
Innovationskraft beweist Lamy zudem mit zwei neuen Schreibgeräten, die erstmals auf der PAPERWORLD in Frankfurt vorgestellt werden:
Von Wolfgang Fabian stammt der LAMYpickup, ein Kugelschreiber für junge, mobile Menschen, der auf Knopfdruck einen Textmarker »entlädt«. Und die minimalistische Arbeitsweise von Konstantin Grcic zeigt der LAMYvivo, der mit seinen Farben und einem pfiffigen Drückerclip als Kugelschreiber oder Druckbleistift gute Laune beim Schreiben macht.
Zusammen mit allen anderen Schreibgeräten kann man beide Produktneuheiten auch unter www.lamy.com auf der aktualisierten Lamy Website bewundern.
Ausgewählten Fachhändlern macht Lamy zudem von nun an noch ein im Wortsinn attraktives Angebot: zwei von Dieter Thiel entwickelte modulare Shopsysteme, in denen man mit nur wenigen formal überzeugenden Mitteln ein Maximum an Lamy Produktübersicht und Markenstrahlkraft präsentieren kann.
2005
Nach dem kurzen, bauchigen, an ein Stück Zeichenkohle erinnernden LAMYscribble, der bei seiner Markteinführung im Jahr 2000 vor allem von Kreativen wie Architekten und Grafikern begrüßt worden ist, kommt mit dem neuen LAMYstudio der zweite Entwurf des Schweizer Designers Hannes Wettstein in die Schaufenster.
Und diesmal handelt es sich um eine komplette Schreibgerätefamilie, die vor allem durch ein sehr unkonventionelles Gestaltungsmerkmal gefällt: Durch einen elegant, in sich gedrehten Clip, der an moderne Skulpturen denken lässt.
Und darüber hinaus erfreulich: Bei der Standortinitiative »Deutschland – Land der Ideen« gehört Lamy zu den 365 ausgewählten »Orten«, die im Jahr der Fußball-WM Deutschlands Kreativität vor den Augen der Welt repräsentieren sollen.
2006
Emotionalstes Highlight auf dem Lamy Messestand in Frankfurt ist der LAMYsmile, ein neuartiger Schulfüller, dem die Designer von Phoenix eine Kappe mitgegeben haben, in die drei bewegliche Ringe mit fröhlichen Emoticons eingearbeitet sind.
Darüber hinaus stellt Lamy erstmals den LAMYpickup pro, eine wertige Aluminium-Variante des LAMYpickup, vor. Und präsentiert zudem – als Fortsetzung seines Zwiegesprächs mit internationalen Designergrößen – den LAMYdialog 2, einen puristischen Tintenroller mit versenkbarem Clip, dessen Entwurf aus der Hand des dänischen Designers und Architekten Knud Holscher stammt.
Mit einer Jubiläumsedition des LAMY 2000, einem Kugelschreiber aus glanzpolierter Hightech-Keramik, feiert Lamy im Oktober »40 Jahre Designmarke Lamy«. Wobei beim Fest in der Lamy Galleria der längste Applaus der Gäste aus aller Welt Dr. Manfred Lamy selbst gehört, der sich im Alter von 70 Jahren aus der Geschäftsführung der C. Josef Lamy GmbH zurückzieht.
Der Marke LAMY, die er in 44 Jahren zum weltweit bekannten Synonym für innovative Schreibgerätetechnologie, zeitgemäßes, funktionales Design und vorbildliches Marketing gemacht hat, bleibt er als Vorstand des neu gegründeten Lamy Beirats eng verbunden.
2007
Der diplomierte Volkswirt und über- zeugte Markenartikler Bernhard M. Rösner, der seit November 2006 das Lebenswerk von Dr. Lamy als alleiniger Geschäftsführer fortsetzt, reist mit einer verjüngten Führungs- mannschaft und einem neuen, vielversprechenden Schreibgerät zur Paperworld nach Frankfurt: dem LAMY pur.
Ebenfalls gestaltet vom Knud Holscher begeistert dieser schlichte, "lupenreine" LAMY aus mattem Aluminium und hochglanzpoliertem Edelstahl vor allem viele Lamy Werbeartikelkunden. Und nicht zuletzt auch so anspruchsvolle Designpreisgremien wie das des Chicago Athenaeums.
In Köln setzen sich Lamy Mitarbeiter zudem erstmals auf Europas größter Bildungsmesse, der Didacta, im PBS-Marken-Forum für die gute Handschrift und richtiges Schreibenlernen ein. Worüber sich kurz darauf engagierte Grundschul- pädagogen auch im neuen "blog- genden Klassenzimmer" auf der Lamy Website austauschen können.
Und bei der Verleihung des DEKRA Awards hat Lamy schließlich gleich zweimal Grund zum Jubeln: Die renommierte Prüfgesellschaft zeichnet das Unternehmen nicht nur wegen herausragender Manage- mentleistungen aus, sondern ver- leiht ihm auch für sein langjähriges ethisch-soziales Engagement den begehrten DEKRA Ethik Award.
2008
Früher Höhepunkt des neuen Geschäftsjahrs ist ein Preis, wie man ihn so nur einmal im Leben bekommen kann: Für seine besonderen Verdienste um das Design und eine ganzheitliche, zukunftsorientierte Unternehmens- und Produktkultur wird Dr. Manfred Lamy von Michael Glos, dem Bundes-minister für Wirtschaft und Technologie, mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland – Persönlichkeit geehrt.
Aber auch mit neuen Produkten macht Lamy in den kommenden Monaten von sich reden: Beispiels- weise mit dem LAMY nexx, der sich – farbenfroh, aluminiumleicht und flankiert von TV-Werbung – an- schickt, das Marktsegment der Schul- und Jugendfüller zu erobern. Vor allem aber mit dem LAMY noto, einem auffallend einfachen Kugel- schreiber, der von Naoto Fukasawa, Japans einflussreichstem zeitgenös- sischem Designer, entworfen wurde und in kürzester Zeit praktisch alle Preise und Auszeichnungen gewinnt, die in der Designwelt von Bedeutung sind.
Lamy goes East. Auch der erste eigene Messestand auf der Paper- world in Shanghai signalisiert die wachsende Bedeutung, die Lamy den Absatzmärkten in Fernost beimisst.
2009
Im Jahr 1 Barack Obamas und einer frisch gewählten schwarz-gelben Regierungsmannschaft im Deutschen Bundestag sorgt Lamy vor allem durch eine Vielzahl von Produktneuheiten für Gesprächsstoff im Markt.
Und neben dem LAMY 2000 titanium, einem Kugelschreiber, der Designpuristen mit seinem Korpus aus massivem Titan ein völlig neues Schreibgefühl schenkt, glänzt dabei ganz besonders ein Schreibgerät, das es so bisher noch nicht gegeben hat: der LAMY dialog 3 von Franco Clivio.
Dieser edle Drehfüllhalter, bei dem erstmals Feder und Clip versenkbar sind, gewinnt schnell Freunde in aller Welt und prompt so wichtige Designpreise wie den Good Design Award des Chicago Athenaeums.
Zu besichtigen ist der LAMY dialog 3 natürlich auch im fabrikneuen Lamy Showroom in Heidelberg, der Besuchern von nun an einen beeindruckenden Überblick über die komplette Designwelt von Lamy gewährt.
Dass sich solche Investitionen gerade in rauem Wirtschaftsklima auszahlen können, zeigt sich in diesem Geschäftsjahr noch auf besonders erfreuliche Weise. Beschert doch eine große deutsche Versicherung Lamy mit der Bestellung von 300.000 LAMY logo den größten Werbeartikelauftrag der Unternehmensgeschichte.
2010
Während viele Unternehmen noch immer mit den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise kämpfen, geht es auf dem Lamy Messestand während der Paperworld in Frankfurt schon wieder bunt zu: Mit LAMY plus und LAMY aquaplus, einem neuen Sortiment aus hochwertigen Farbstiften und Deckfarbkästen für kleine und große Künstler ab drei Jahren, verblüfft Lamy den Wettbewerb und begeistert Fachhändler aus aller Welt.
Und am selben Schauplatz, dem Frankfurter Messegelände, gibt es kurz darauf noch einmal Grund zum Feiern: Der LAMY noto wird mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Als würdiger Nachfolger des LAMY spirit und LAMY pico, die diesen begehrten "Design-Oscar" bereits 1996 bzw. 2004 gewonnen haben. Dazu entwickelt sich auch der LAMY dialog 3 mehr und mehr zum Liebling der Designpreisjurys – zieren ihn doch nun auch der iF Product Design Award und der red dot Design Award.
Aber nicht nur diese Design-Highlights, sondern auch einige schöne neue Varianten in bestehenden Schreibgeräteprogrammen – etwa der platinveredelte LAMY studio Pt – sorgen mit dafür, dass Lamy das Geschäftsjahr mit einem Ertrags-Plus im zweistelligen Bereich abschließen kann.
